„ und bin bei dir....“

Du sollst in jedem Kerzenlicht mich finden,
das still und leuchtend
meiner Liebe gleicht;
an ihm sollst du dich wärmen
und entzünden
wenn dich mein Wort,
mein Brief nicht mehr erreicht.......

Dann lächle ich dir zu
Aus Ewigkeiten
Und hülle deine Seele
ganz in Licht
und bin bei dir
in allen Dunkelheiten
und sag das Gotteswort:
„Fürchte dich nicht!“

Dorothea Matthes

Entnommen aus dem Gedichtband „ Alles hat seinen Sinn“. Herausgeber : Pressestelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen 1974

Dieses kleine Buch stammt aus der Hinterlassenschaft meiner verstorbenen Tante. Sie ist mit großer Angst vor dem Tod gestorben. Lina hatte dieses Buch zwischen vielen anderen Gedichtbänden im Regal herausgefischt. Darf ich es behalten? fragte sie. Natürlich, gab ich zur Antwort. Und fügte hinzu, dass es von der verstorbenen Tante sei. Sie betrachtete den Einband und verschwand in ihrem Zimmer. Es war kurz vor Weihnachten.....

Als die Polizei in der Silvesternacht die Botschaft von Linas Tod überbrachte, eilte mein Mann sofort zu den ausgepackten Weihnachtsgeschenken, die Lina uns unter den Tannenbaum gelegt hatte. Er fingerte die Geschenkanhänger ab und reichte sie mir mit den Worten: „ Jetzt hat es einen Sinn !“hielt ich nun ihren letzten Liebesbeweis in meinen Händen. Mit flinken Pinselstrichen hatte sie orangenes Kartonpapier übermalt; zwischen einem weißen und einem roten, das Wort Mama geschrieben und das Ganze in Form einer Welle ausgeschnitten. Auf der Rückseite klebte ein kleiner Schmetterling.
Als ich aufklappte las ich:

Liebe Mama!

Gott sendet alles zur rechten Zeit!
Ob es ein Glück ist oder ein Leid,
beides muß dich in Bereitschaft finden,
nie wirst du Gottes Willen ergründen!
Nimm seine Gaben in Demut hin und glaube:
Alles hat seinen Sinn!
Danke, dass du immer für uns da bist!
Hab dich lieb
Linalotta


(Gedicht von Eva Matthes, mit der Überschrift: Alles hat seinen Sinn)

Die gleiche Karte hatte sie meinem Mann geschrieben.
Dazu überreichte sie uns die „ Spuren im Sand“, eingerollt, mit einem roten Bändchen verschnürt.



Auf ihrem Schreibtisch fanden wir diese von ihr selbst gefertigte Karte, mit einem Spruch aus der Rheinzeitung beklebt. Lina hatte sie aufrecht positioniert und somit fiel sie uns sofort ins Auge. Sollte es ein letzter Hinweis für uns sein? Um diese Karte hatte sie kleine Engel gesetzt. Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel:“ Engel, Sich den Lichtwesen der unsichtbaren Welten öffnen“, lag auf ihrem Bett....


Unsere Blicke wanderten zu den vielen Erinnerungen, Sprüchen und Bildern die sie an der Wand und Bilderrahmen befestigt hatte. Da war das Bild eines Sonnenunterganges, den sie bei einem Hollandtrip mit der Kamera eingefangen hatte. Voller Begeisterung hatte sie mir dieses Bild gezeigt. Mama, siehst du, wie schön dieser Sonnenuntergang ist? Es war ein so wundervoller Moment zwischen Himmel und Erde! Und ihre Augen strahlten......



Am Neujahrstag kam der Erkennungsdienst um Fingerabdrücke und Proben aus Linas Haarbürste zu entnehmen. Da sie nicht zu identifizieren war, wollte die Polizei auf diesem Weg Gewissheit schaffen.
Lina hatte wie alle Waldorfschüler der 11 Klasse einen Tonkopf modellieren müssen. Es ist eine Art der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Denn diese Köpfe sind ein Spiegelbild ihres „ Meisters“. Sie war in dieser Zeit von großen Selbstzweifeln geplagt und es ging ihr, körperlich wie seelisch, schlecht.
Sie liebte das Modellieren nicht und diesen Kopf schon gar nicht! Als es an die Benotung ging, hob sie ihr Werkstück schon widerwillig aus dem Regal, nach zwei Schritten fiel er ihr dann auch vom Tablett und klatschte auf den Boden.
Es fehlte das halbe Gesicht......
Dieser Tonkopf fand unter Linas Protest, wie alle anderen Werkstücke unserer Kinder, seinen Platz auf dem Kaminsims.
In der Anfangszeit ihrer Erzieherinnenausbildung erklärte sie mir einmal, mit einem Blick zu ihrem „Kopf“, dass diese schwere Zeit wohl wichtig gewesen sei für ihre Entwicklung.
„Heute kann ich mit Hilfe meiner eigenen Geschichte anderen Mut machen; aus einem tiefen Tal findet man auch wieder heraus!“, sprachs und verschwand lächelnd durch die Tür.
Wir haben Linas „ Werkstück “ in den Sarg legen lassen.....

Die Zeit bis zur Beerdigung erlebten wir mit unserem Sohn in einem tranceartigen Zustand. Es war da eine Energie, die uns steuerte, Mut gab und Trost spendete. Ich kann diese Energie auch benennen: Es war und ist noch unsere Tochter, die uns zur Seite steht!

Wer sollte den Gottesdienst halten? Wie sollte die Beerdigung aussehen?
Lina war wie wir kein Kirchgänger gewesen, aber sie interessierte sich in der Schule für das Fach Religion. Ihre Lehrerin, gleichzeitig Pfarrerin, kam mir in den Sinn. Es gibt keine Zufälle!!!
Bei Freunden im Hunsrück hatten wir im Sommer die Gelegenheit einem Bikergottesdienst beizuwohnen und uns mit dem herzlichen Pfarrer zu unterhalten . Dabei entdeckten wir, dass Lina Schülerin seiner Frau gewesen war. Zum Abschied gab ich ihm ein homöopathisches Mittel gegen seine Bindehautentzündung mit. Daran hing unsere Adresse...
Als besagte Freunde aus dem Hunsrück im Pfarrhaus Jutta und August über unser Unglück informierten, gleichzeitig unsere Bitte vortrugen, den Gottesdienst für unsere Tochter zu halten , holte August die homöopathische Arznei mit unserer Adresse hervor. „Ja er könne sich noch an uns erinnern“, sagte er. Spontan sagten sie zu...
Als beide zu uns kamen, hatten wir das Gefühl Liebe und Wärme umgibt uns . Es war Sonntag, zwei Tage nach Linas Tod. Die Sonne schien mit Macht ins Zimmer und wir sprachen über unsere geliebte Tochter. Wir sammelten vergangene Eindrücke, Erinnerungen für die Grabrede. Die Kinderzeit wurde wieder wach und damit so manche Schulanekdote. Aber wir sprachen auch über unsere Trauer, unseren Glauben und, daß es für uns eine Verbindung über den Tod hinaus gibt.
Da erzählte uns Jutta vom Verlust ihres eigenen Kindes, und wie sie diesen Schicksalsschlag angenommen haben.
Als Jutta und August aufbrachen, um sich mit ehemaligen Klassenkameraden von Lina zu treffen, hatten wir das Gefühl uns von Familienmitgliedern zu verabschieden. Sie hatten uns so viel Nähe gewährt....
Danke Lina, dass Du sie uns geschickt hast!

Am nächsten Tag, mein Mann hatte gerade das Haus verlassen, um Formalitäten für die Beerdigung zu erledigen, erschien die Polizei mit einem Teil von Linas persönlichen Utensilien. Unter anderem auch ihrem Portemonnaie.
Bevor ich es öffnete, setzte ich mich still in ihr Zimmer. Auf dem Tisch vor mir lag die Zeitung mit dem Bild des völlig zerstörten Autos. Bis jetzt hatte ich es noch nicht richtig betrachten können. Unter Tränen, die Geldbörse umklammernd, stellte ich mich dem Anblick. Warum war sie nicht selbst gefahren? Sie hatte daneben gesessen, auf der Beifahrerseite! Da wo kein Airbag vorhanden war. Beim Kauf ihres Autos hatten wir extra darauf geachtet, dass die Fahrerseite diesen Sicherheitsstandard erfüllte.
Aber ich betrachtete nicht mehr das Auto, sondern die kleine Sonnenblume.
Klein, neben dem Autowrack auf der Strasse; ihre Lieblingsblume! Wie ein Fingerzeig , mit dem sie sagen wollte: „ Hallo! Ich bin bei dir, sei nicht traurig!“...

Mit angehaltenem Atem öffnete ich ihre Brieftasche. Neben Ausweis und Führerschein, beförderte ich ein Bild nach dem anderen aus den vielen Seitenfächern ans Tageslicht. All ihre Weggefährten aus früheren und neuzeitlichen Tagen hatten sich hier in verschiedenen Bildformaten versammelt. Ich zählte 28 Bilder. Sogar der Bobtail meiner Schwester, den wir zur Osterzeit oft hüten durften, hatte seinen Platz zwischen den Fotos der Familie gefunden. Er war im Juli eingeschläfert worden. Das Datum hatte sie auf der Rückseite vermerkt.....

Telefonate und Besucher wechselten einander ab. Es war, als ob wir in einer Art des Mitteilungsdranges steckten. Jedem erzählten wir von Linas Botschaften und Zeichen, die sie uns im Vorfeld gegeben hatte. Auch von ihrem letzten Lebenstag. Es war schon spät nachmittags, als sie mir schlecht gelaunt eröffnete, dass sie eigentlich mit ihrer Freundin nach Holland fahren wollte, aber verschlafen hätte. Nun sei es zu spät geworden und sie würde in Koblenz mit Freunden Silvester feiern. Ein Stein fiel mir bei dieser Aussage vom Herzen! Die Vorstellung was sich an so einem Tag alles auf den Straßen bewegte, vielleicht alkoholisiert und dann in der Dunkelheit, ließ sofort Ängste in mir hochsteigen. „Gute Entscheidung!“, sagte ich.
Etwas später rief sie, dass sie gehen wolle. Ich hatte gerade ein Telefongespräch beendet und eilte aus dem Büro. Auf dem Treppenabsatz, zwei Meter entfernt, stand Lina. Für einen Bruchteil von Sekunden durchbohrten Ihre dunklen Augen die meinen, um gleich darauf fröhlich Abschied zu nehmen. Nie werde ich diesen durchdringenden, wissenden Blick vergessen.....
Selbst meiner Freundin , die mit ihrem Mann diese schicksalhaften Silvestertage bei uns verbrachten und uns in unserem Schock zur Seite standen, erzählte, wie ungewöhnlich sie das Verhalten unserer Tochter an diesem Tage empfunden hatte. Diese herzliche Umarmung bei der Begrüßung war noch normal. Aber die Verabschiedung, etwas später, mit den guten Wünschen für das kommende neue Jahr und den Umarmungen, hatte den Anschein , als ob Lina zu einer langen Reise aufbrechen würde......
Wie unser Sohn am nächsten Tag berichtete, war sie nicht direkt nach Koblenz gefahren, sondern hatte ihn zuerst bei seinen Freunden aufgesucht. Es wäre ihr wichtig ihm noch im alten Jahr zu sagen, wie doll lieb sie ihn doch hätte und wie stolz sie auf ihren Bruder sei. Das gleiche sollte er uns auch ausrichten, mit einer Entschuldigung an mich für ihr muffeliges Wesen am Mittag....

Am späten Abend vor der Beerdigung bat mich mein Mann den Computer einzuschalten, um Linas tabellarischen Lebenslauf für unsere Pfarrerin auszudrucken. Müde und kraftlos begann ich den Text aufzurufen, gedanklich bei Lina. Ich entzündete eine Kerze vor ihrem Bild und dachte dabei an das Gedicht: „Du sollst in jedem Kerzenlicht mich finden.“ Sie wollte es anders! Meine Müdigkeit war verflogen. Ihre Hände ruhten auf meinen Schultern, als sie mir diktierte.....

Mein Mann und ich sind in unserem Leben zweimal reich beschenkt worden. Zuerst 1981, als wir unseren Sohn Jan in die Arme schließen durften, und drei Jahre später, als unsere Tochter Lina, 1984 in Neuwied, das Licht der Welt erblickte. Ihre Kleinkinderzeit in Bendorf-Stromberg war geprägt durch liebevolle Kontakte zum nachbarlichen Umfeld und dem Mülhofener Waldorf-Kindergarten. Ein Waldspaziergang wurde zum Abenteuer im Feenland. Zwergenburgen wurden aus Holz gebaut. Die Zwerge waren gestrickt und hatten ein Glöckchen, damit vor bösen Eindringlingen gewarnt werden konnte. Wurzelkinder lagerten im trockenen Moos und staunten über die schöne Puppenfee, die in ihrem Haar einen Kranz aus frischen Gänseblümchen trug. Mit dem Umzug 1990 nach Neuwied-Engers begann ein neuer Abschnitt. Die Einschulung in die Engerser Grundschule. Schnell entstanden Kontakte und Freundschaften, die sogar ihren Wechsel zur Waldorfschule im Jahre 92, überdauerten.
Und an dieser Waldorfschule lernte sie, was man für das Leben braucht. Mut, Gerechtigkeitssinn, für einander einzustehen, Toleranz, die Liebe zur Natur und das Erwecken der eigenen Fähigkeiten.
Die Stürme der Pubertät wurden in der Klasse zusammen umschifft, man nahm sich in den Arm um zu trösten, teilte das Butterbrot und später die verbotenen Zigaretten. Man litt gemeinsam an Lampenfieber bei Klassenspielen und war tierisch stolz, wenn der Beifall nicht aufhörte. In den Abschlussarbeiten der zwölften Klasse konnte Lina ihre tiefe Neigung für Eurythmie und den orientalischen Tanz zum Ausdruck bringen.
Einen neuen Abschnitt in ihrem Leben brachte 2002 das Freiwillige Soziale Jahr, welches sie in der Tagesförderstätte des Heinrich-Haus Engers absolvierte. Im Umgang mit Behinderten und deren Bedürfnissen reifte unsere Tochter zu einer jungen, starken Frau.
Mit Enthusiasmus begann sie danach im August 2003 an der Fachschule für Sozialwesen ihre Ausbildung zur Erzieherin.
Dabei verlor sie nie ihre Freunde aus den Augen, besonders nicht, wenn es ihnen schlecht ging. Sie sagte ihre Meinung offen, ehrlich, direkt, vielleicht manchmal zu direkt. Aber dahinter stand immer das Interesse und die Zuwendung zum Menschen.
In einer ihrer Aufzeichnungen heißt es dick unterstrichen; Urteile nie über einen Menschen in dessen Schuhen Du nicht gegangen bist. Wenn Linas Tod für uns alle einen Sinn machen soll, dann nur den, dass auf einer Welt die sich immer mehr mit Haß, Gewalt und Krieg erfüllt, die Antwort Liebe ist.
Liebe, die im Kleinen anfängt, die unabhängig von Religionen, Stand und Hautfarbe ist.
Öffnet die Augen und geht aufeinander zu; tröstet und liebt Euch.

Eure Lina

Allen uns bekannten und unbekannten MENSCHEN möchten wir auf diesem Weg Liebe, Frieden und viel Kraft für das Jahr 2007 wünschen. Hier können Sie eine PowerPoint-Präsentation downloaden mit Bildern und Gedanken zum neuen Jahr.

Wir sind hier um zu lernen und jeder Tag ist ein Schultag. Für manche beginnen die Ferien nur etwas früher als für andere….
Wenn ich gefragt werde, wie ich das meine, dann gebe ich zur Antwort: „ Unsere Tochter Lina ist unser größter Lehrer, bis heute.
Sie ist bereits in die Ferien gegangen. Manchmal sendet sie uns Grüße aus ihrem Ferienort. Dann wissen wir; es geht ihr gut, da wo sie jetzt ist.
Die letzten drei Jahre sind wie im Fluge vergangen und sie haben uns soviel gelehrt vom Leben und Sterben.


Auf meinem Schreibtisch brennt eine Kerze. Sie trägt die Aufschrift: „ I love you JESUS for this Life you`ve given ME, thank you for saving me and making me whole. Thank you for all the GOOD things that have come from your hands and thank you for the cross.

Meine Seele reist mit Enyas Lied….
If I could be where you are

Where are you this moment?
Only in my dreams.
You´re missing, but you´re always
A heartbeat from me.
I´m lost now without you,
I don´t know where you are.
I keep watching, I keep hoping
But time keep us apart

Is there a way I can find you,
Is there a sign I should know,
Is there a road I could follow
To bring you back home?
.
Winter lies before me
Now you´re so far away.
In the darkness of my dreaming
The LIGHT OF YOU WILL STAY

If I could be close beside you
If I could be where you are
If I could reach out and touch you
and bring you back home
Is there a way I can find you
Is there a sign I should know
Is there a road I can follow
to bring you back home to me

DIE LIEBE VERBINDET ZEIT UND RAUM. SIE GIBT UNS LINA UND CLARISSA AUF DIESEM WEG ZURÜCK, IMMER UND EWIG, IN UNSEREM HERZEN………

Link zum Video "If I could be where you are" by Enya
.

LINAS FREUNDIN CLARISSA STURM STARB AM 16.02.2006 um 20:15 Uhr
EINTRAG: ERINNERUNGEN AN BEIDE



 

An einen guten Freund von Lina…
Freude, Freude! Hat Lina von oben gemanagt? In letzter Zeit habe ich ebenfalls häufig an Dich gedacht. Eines Tages brauchen wir dieses Schreibpapier nicht mehr…Als ich Deinen Brief öffnete, stand unsere letzte Begegnung vor meinen Augen. Es war an Linas Beerdigung und es hält mich heute noch gefangen. Da war dieser Impuls Dir etwas von ihr mitzuteilen, doch die Möglichkeit ergab sich nicht. Nun habe ich die Gelegenheit dazu. Ich gehe zurück zum Dezember 2003, als Lina mir erzählte Dir begegnet zu sein. Sie sprach voller Anerkennung und Freude über Deine Entwicklung. Da war nichts mehr von Enttäuschungen zu hören. Sie war einfach stolz auf Dich! Und dies ist was mich mit großer Dankbarkeit erfüllt. Sie lebte nicht mehr ihre vermeintlichen Verletzungen, sondern hatte verziehen.
Ganz besonders Dir soll ich dies übermitteln. Es gibt keine Zufälle im Leben! Ihr solltet Euch begegnen und voneinander lernen.

Die Verwandlung von der Raupe zum SCHMETTERLING.

Lina hat uns durch die Trauerzeit geführt und sie hält weiterhin Verbindung auf ihre ganz eigene Art.
Beseelt von ihr konnten wir am Tag der Beerdigung Botschaften übermitteln, Trost spenden und auch den Begriff „ Tod“, als einen Übergang in eine andere, von Liebe erfüllte Dimension begreiflich machen. Lina ist nicht „fort“ und allen, die ihre Wege kreuzten, ist sie mit großer Liebe verbunden. Sie war sehr intuitiv und, dass sie ihren Tod explizit vier Wochen vor dem Unfall träumte, gehörte wohl auch zu ihrem und unserem Weg des Verstehens.
Nach dem Unglück, unter dem Schock der Geschehnisse stehend, zweifelte ich anfangs an meiner Erinnerung. Bis mir ihr damaliger Freund bestätigte, dass sie wohl mehrmals diesen Traum geträumt und ihn deswegen auch eines Nachts angerufen hatte.

Linas Traum
Lina weckte mich mitten in der Nacht. Völlig aufgelöst schilderte sie mir ihren Traum:
„ Mama, es war so real, ich bin über die Straße katapultiert und immer wieder mit dem Kopf aufgeschlagen.

Ich nahm sie in den Arm und versuchte sie zu beruhigen. „Vielleicht hast Du etwas im Fernsehen gesehen oder gelesen, das diesen Traum ausgelöst hat.“ Sie schüttelte nur den Kopf und zog sich zurück. Den nächsten Tag war sie nicht in der Lage zur Schule zu gehen. Sie hatte in der Nacht kein Auge zugetan…

Der Unfall
Zitat Rheinzeitung 2004
Das neue Jahr war nicht einmal zwei Stunden alt, als sich auf der B49 zwischen Koblenz-Lay und dem Kondertal der erste tragische Unfall ereignete. Aus bisher noch unbekannten Gründen kam gegen1.45 Uhr ein Pkw mit zwei Insassen von der Fahrbahn ab. Beide Personen wurden aus dem völlig zertrümmerten Fahrzeug geschleudert. Die 19-jährige Beifahrerin erlitt so schlimme Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Der verletzte Fahrer wurde in ein Koblenzer Krankenhaus eingeliefert..

Wir sind froh, dass die körperlichen Verletzungen des jungen Fahrers sich als nicht lebensgefährlich erwiesen. Schwerer wiegen sicher die nicht sichtbaren, seelischen Wunden. Unser Mitgefühl geht an dieser Stelle an ihn, seine Eltern und Geschwister.
Von der Mitverantwortung für das Geschehene können wir ihn jedoch nicht lossprechen, auch wenn Lina ihm den Autoschlüssel gab.
Aus tiefstem Herzen wünschen wir ihm, dass er zu einem sinnhaften Leben findet und seine Arbeitskraft zum Wohle am Menschen einsetzt, so wie unsere Tochter es gerne gelebt hätte: „Aus vollem Bewusstsein für die Aufgabe, mit Respekt vor den anvertrauten Personen und mit Liebe im Herzen.
Gott sei mit ihm!

Die Verwandlung…..

 

Zum 24. Geburtstag senden wir Dir unsere Liebesgrüße!

 

Heute Morgen hast Du mich als Baby in meinem Traum besucht. Ich spüre dein geringes Gewicht in meinem Arm, sehe dein rosiges, rundes Gesicht, die kleine Stupsnase, den dunklen Haarflaum, der bis zu Deinen Ohren reicht, gehe den Bogen deiner Augenbrauen nach, betrachte deine leicht geschürzten Lippen und nehme einen tiefen Atemzug , um dich auch über den Geruch wahrzunehmen. Atme diese Mischung aus Erde und Himmel ein. Mein Herz öffnet sich, wird weit und dehnt sich aus. Und wie mein Blick in deinen fällt, deine braunen Augen sich mir ganz schenken, berührst du meine Seele auf nie gekannte Weise. Ich erinnere mich!
Ich erinnere mich! Ich fühle! Fühle Frieden, Leichtigkeit, Staunen, alles IST in mir, nichts fehlt. Ich bin heil und ganz. Weiter dringt Dein Blick und eröffnet mir:“ Alles bin ICH. Der Atem der Erde, das Funkeln der Sterne, das Leuchten der Sonne, der Flügelschlag eines Schmetterlings! Ganz in der Fülle des Seins, der Heiligkeit in allem, erkennst du mich und findest dich!“
Voller Glückseligkeit beuge ich mich zu dir hinab, küsse dein geliebtes Gesicht, deine winzigen Hände und Ohren. Und wie meine Lippen die Wärme deiner Haut aufnehmen, erwache ich. Diese Glückseligkeit des Augenblicks klingt noch jetzt, in diesem Moment des Schreibens in mir nach………………………………….
Hab Dank für deinen liebevollen Unterricht. Habe Dank, dass ich deine Mutter bin und Danke für die vielen Lehrstunden der Vergangenheit. Danke, dass du uns auf so vielfältige Weise nach deinem Fortgang unterstützt hast. Every breath you take von Sting hat unsere Dunkelheit so oft erhellt. Was hat uns geleitet gerade diesen Song für dich in der Kapelle zu spielen? So oft erklang die Melodie, da wo die Trauer uns übermannte. War unser Kanal von Dir zu uns. Wenn wir vom Friedhof kommend uns ins Auto setzten, den Halt drohten zu verlieren, erklang mit dem Umdrehen des Autoschlüssels Stings Stimme mit „Every breath you take“. An einem wunderschönen Herbsttag hatte ich meinen Schmerz an deinem Grab offenbart und auf dem Rückweg zum Auto versuchte ich meine Fassung zurückzugewinnen. Ich startete und fuhr los. Mein Radisender war wie immer auf SWR 1 eingestellt. Die Musik traf nicht meine Stimmung und ich drehte den Suchknopf einmal und hatte- Every breath …- Meine Tränen kannten kein Halten mehr. Mir war alles egal! Die Autofahrer, die Fußgänger .Ich gab mich ganz dem Schmerz hin, und hörte plötzlich den darauf folgenden Song. Konnte es nicht fassen! Lina hatte kurz vor ihrem Tod nach meinem Lieblingslied gefragt, und hier kam es! Love is all around, von Wet Wet. Mein Weinen vermischte sich mit Lachen. Hier saß ich und das Universum schenkte mir auf diese Art eine fröhliche Botschaft. Du hast uns über die Medien erreicht. Den zuletzt von Dir gehörten Titel der Gruppe Cold Play entdeckte Papa nach einem halben Jahr in Deiner Anlage. Von da an begleitete dieser Song ihn auf seinen Reisen. Viele Wochen später hatte er in einem Hotel den dazu passenden Videoclip bei MTV gesehen. Sofort setzte sich mit dem Sender in Verbindung, um diesen Film beziehen zu können. Jedoch erfolglos. Erst als er Linas Geschichte dazu erzählte, erhielten wir ein Videoband, ohne Kommentar. Danke allen guten Mächten für diese Unterstützung! Es hat uns geholfen, zu verstehen, was die Seele als Bestimmung für sich hier ausgesucht hat.

Link zum Video "Coldplay-The Scientist"

Link zum Video "The Police - Every Breath You Take"

 

Hier können Sie die Power Point Präsentation "Der Zug des Lebens" herunterladen. (3 MB)


 

Das sechste Jahresgedächtnis

Wollen sich unsere Verstorbenen bemerkbar machen?….
Ja, da sind wir uns heute absolut sicher.
Es sind unsere authentischen Erfahrungen und Erkenntnisse, auf die wir uns stützen. Wir erlauben uns, sie hier zu veröffentlichen, damit vielleicht mehr Menschen den Mut aufbringen, ihre Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang zu äußern. ….
Vielleicht können wir an dieser Stelle auch Linas ehemalige Mitschüler, Freunde und Bekannten ermuntern, von ihren persönlichen Erlebnissen nach dem „ Fortgang“ unserer Tochter oder Clarissa zu erzählen. Auch wenn schon längere Zeit verstrichen ist. Wir würden uns sehr freuen…

2004 Ende Januar
Die Wintersonne fiel ins Zimmer, erhellte den Raum mit Macht, schmerzte meine leer geweinten Augen, während die Frage in meinem Kopf immer und immer wieder hämmerte:“ Wo bist Du jetzt? Dabei betrachtete ich Linas Bild,..bis mir mein blinkendes Handy auffiel.
Eine SMS. Mechanisch öffnete ich den angezeigten Brief und las: Hallo Ma! Bin gut angekommen Emma( Ihr Kosename, nach der Zeitschrift Emma von Alice Schwarzer), Absender Lina 19:17:41 am 23.12.2003. Ich presste die Hand auf den Mund. Ihre letzte Nachricht, die ich nicht gelöscht hatte! Es war eine lange Strecke, die sie in der Dunkelheit des 23.Dezembers mit dem Auto zurücklegen wollte und so bat ich sie mir Meldung zu geben, wenn sie angekommen sei. Warum hatte ich gerade diese nicht gelöscht? Wie konnte es sein, dass ein Brief blinkte und beim Aufrufen Linas SMS angezeigt wurde? Und es sonst keine einzige, neue Nachricht gab? Es war unglaublich! Danke, mein Schatz für die himmlische Rückmeldung!...

Linas Tod lag wenige Wochen zurück, als ich mich eines Morgens in einem halbwachen Zustand vorfand. Ich hatte registriert, dass der Wecker geklingelt und Lothar bereits ins Bad gegangen war. Ich wollte noch ein wenig ruhen,… als die Tür langsam aufgezogen wurde und Lina eintrat. Sie setzte sich einfach auf den Bettrand und sah mich lächelnd an. Fassungslos konnte ich nur stammeln: „ Lina! Wie kannst Du hier sein, wenn Du tot bist? “ Da umfasste sie meine Schultern, ihr langes Haar streifte mein Gesicht(kurz vor ihrem Tod hatte sie es kinnlang schneiden lassen) und sie sagte bestimmt:“ Mama, ICH BIN NICHT FORT!
Mit diesem Satz im Ohr wurde ich wach. Frieden und Wärme durchströmten mich. Mit leichtem Herzen stürzte ich nach draußen, in die Arme meines Mannes, um ihm die frohe Botschaft unserer Tochter mitzuteilen!:“ Es war so real! So unglaublich real. Sie war hier! SIE IST NICHT FORT!

Eines Nachts konnte ich nicht schlafen. Vor dem Löschen des Lichts hatten wir noch über Lina gesprochen. Nun stieg eine Welle der Sehnsucht in mir auf. Neben mir wälzte sich mein Mann unruhig hin und her, während ich mit meinen Armen Linas heiß geliebtes, dickes rosa ( eher schmutzig rosa) SCHWEIN erdrückte. Dieses Stofftier begleitete Linas Kindheit und hütete ihr Bett. Nun diente es dazu in unserem Bett Lina zu „erfühlen.“
Jetzt konnte ich mein Gesicht und meine Tränen ungehindert in den Stofftiefen verstecken, während meine innere Stimme immer wieder um ein Zeichen bat. In meinem Schmerz, der sich zu einem Orkan erhob, betete ich:“ Geht es Dir gut, da wo Du bist? Bitte, sprich mit mir…..Unser Schlafzimmer liegt im ruhigsten Teil des Hauses. Wie immer waren die Türen geschlossen. Dazu befanden wir uns allein im Haus….Nochmals wiederholte ich meine Bitte..Als es einen donnernden Schlag tat. So, als ob jemand mit der flachen Hand, aber mit voller Wucht gegen die Tür schlägt. Erschrocken schalteten wir das Licht ein. Wir schauten uns an und Lothar konnte in meinem tränennassen Gesicht die Freude erkennen. Wir lagen uns in den Armen, mit der Gewissheit:“ Lina hatte sich gemeldet!“

In dieser Zeit gab es noch mehr Phänomene in unserem Haus. In unserem Büro flackerte häufig die Schreibtischlampe, wenn wir uns am PC aufhielten. Lothar hatte sie bereits durch eine neue ersetzt, doch auch mit dieser erging es uns ebenso Im Haus brannten plötzlich die Deckenlampen, obwohl wir die Schalter nicht betätigt hatten. Und der Drucker sprang des Öfteren unvermittelt an. Eines Morgens stöhnte ich wieder, da meine ausgedruckten Blätter auf der Rückseite schon beschrieben waren. Für uns „spann“ er einfach von Zeit zu Zeit! Mein Mann hatte die ständig erzeugten Fehldrucke einfach zurück ins Papierfach gelegt. Ich sortierte also die Fehldrucke aus, stöhnte über meinen sparsamen Mann und warf alles in den Abfall.. So, wie ich es in der letzten Zeit schon mehrfach praktiziert hatte. Während meines Tuns sprang der Drucker erneut an und warf zwei Blätter aus. Ich hatte keinen Druckbefehl gegeben. Die Schreibtischlampe flackerte,surrte und die kleine Kerze vor Linas Bild am Fenster des Büros brannte plötzlich mit großem Schein.. In diesem Moment begriff ich, spürte es, hörte ich… meine Hände ergriffen die zwei Blätter und ich betrachtete zum ersten Mal, was da winzig gedruckt erschien:
Da zeigt sich ein großes L, daneben ein Pfeil nach oben weisend, mit lachenden Smilies, Herzen, Kleeblättern. Alles reiht sich sich aneinander, Unterbrochen von großen L`s. Ich schaue und schaue und dann suche ich! Gott sei Dank, ich kann die Blätter aus dem Papierkorb fischen. Bei manchen sieht es aus wie ein flotter Tanz (was zu Lina passen würde), der quer über das Blatt springt.
Bei einer Abfolge könnte man das Wort “Süße“ vermuten. So hatte Lina ihre geliebte Clari genannt.
Die Zahl neunzehn, Ihr Alter, ist zu erkennen.
Dann fängt die Reihe mit einem L an, das auf dem Kopf steht, mit zwei richtungsweisenden Pfeilen die auf ein Haus deuten. Lina fiel es sehr schwer, Engers zurückzulassen und mit uns aufs Land zu ziehen. Wenn es auch nur ein paar Kilometer beinhaltete, so fühlte sie sich mit ihren siebzehn Jahren eingeschränkt und von uns fahrtechnisch abhängig.
Sollte dies der Hinweis sein?
Für meinen Mann und mich besteht bis heute kein Zweifel an den versuchten Botschaften. Unsere Hausnummer 22, wir sind eine Familie mit 4 Personen usw.
Bedauert habe ich nur die vielen unbeachteten, vernichteten Blätter! Seitdem diesem Tag, so können mein Mann und ich versichern, ist der Drucker nie wieder angesprungen!

Die Blätter können sie auf der Seite Erinnerungen einsehen


Zum Jahresende 2010:

Allen Freunden von Lina, Wegbegleitern und auch fremden Menschen gilt unser besonderer Dank für liebevolle Zeilen, Gedanken und Worte. Dank gilt auch den Menschen die sich mit dem gleichen Schicksal uns öffneten und mit denen wir weiterhin im Austausch stehen. Dank gilt dem herausragenden australischen Medium Regina, die uns soviel Botschaften von Lina und meinen Eltern übermitteln konnte. Es hat dadurch soviel Heilung entstehen können. Möge diese Art von" Überlebensbeweis" vielen Menschen auf ihrem Weg durch die Trauer helfen und alte Wunden schließen lassen. Was in England in Spiritual Churches jeder Zeit möglich ist, wird sich bei uns vielleicht auch zunehmend durchsetzen. Dort werden diese Menschen mit ihrem besonderem Kanal zu Verstorbenen (die Ausbildung geht über Jahre) gewertschätzt und anerkannt. Und sie sind dort hochfrequentiert, da die Qualität ihrer Arbeit überzeugend ist.

Liebe Freunde, liebe Interessierte dieser Seite. Dieser Text von Tina hat mich sehr berührt . Vielleicht wird es Euch, Ihnen ebenso ergehen ...

Beyond – Singen trägt dich über alles hinaus, weit, weiter, immer weiter

Das Herz aller Religionen ist eins... Hier singen verschiedene Glaubensrichtungen zusammen..

http://www.youtube.com/watch?v=YWBCptIC1io


Übersetzung des gesprochenen Textes von Tina Turner

“Nichts dauert für immer an. Niemand lebt für immer – wie die Blume, die welkt und stirbt. Wenn … der Frühling kommt, umarme den Kreislauf des Lebens, der die größte Liebe ist.

Gehe über die Angst hinaus, gehe über die Angst hinaus. Über der Angst hinaus sein, bringt dich zu dem Ort wo Liebe wächst, wenn du dich weigerst Impulsen der Angst, des Zorns und der Rache zu folgen.

Darüber-hinaus bedeutet, dich selber zu fühlen. Beginne jeden Tag singend wie die Vögel. Singen bringt dich darüber hinaus, darüber hinaus…

Wir brauchen eine wiederholte Disziplin, ein ernsthaftes Training, um unsere alten Gewohnheiten des Geistes hinter uns zu lassen und um einen stärkenden, einen neuen Weg zu finden – zu sehen.

Du wirst über Richtig und Falsch hinaus sein. Nichts dauert für immer an. Niemand lebt für immer …

Gehe über die Angst hinaus, gehe über die Angst hinaus. Über der Angst hinaus sein, bringt dich zu dem Ort wo Liebe wächst, wenn du dich weigerst Impulsen der Angst, des Zorns und der Rache zu folgen.

Darüber-hinaus bedeutet, dich selber zu fühlen. Beginne jeden Tag wie die Vögel mit Gesang. Singen trägt dich über ALLES hinaus, weit, weiter, immer weiter.

Wir brauchen eine wiederholte Disziplin, ein ernsthaftes Training, um unsere alten Gewohnheiten des Geistes hinter uns zu lassen und um einen stärkenden, einen neuen Weg zu finden – zu sehen.

Du wirst über “Richtig” und “Falsch” hinaus sein (= im Sinne von nicht bewerten). Beten klärt den Kopf und bringt den Frieden in die Seele zurück. Gehe darüber hinaus um die Geschlossenheit der Einheit zu spüren. (frei übersetzt: im Einklang mit allem zu sein). Singen bringt dich darüber hinaus, darüber hinaus …

Wir sind alle gleich, alle gleich, Ausschau haltend um einen Weg zurück zum Ursprung zu finden, zu dem Einen, dem Einzigen. Gehe über die Rache hinaus. Die größten Momente in unseren Leben sind die, In denen wir uns erlauben voneinander zu lernen. Gehe darüber hinaus um im Einklang mit allem zu sein. Singen bringt dich darüber hinaus, weit, weiter, immer weiter.

Nimm die Reise auf, nimm die Reise zu dir/ in dich selbst auf, um still zu werden, um das Darüber-hinaus zu hören, um geduldig zu werden, um das Darüber-hinaus zu erhalten, um offen zu sein, um das Darüber-hinaus-Liegende einzuladen und geduldig zu sein. Sei geduldig um dem Darüber-hinaus-Liegenden zu er-lauben. Beten klart den Kopf und bringt den Frieden in die Seele zurück. Gehe darüber hinaus um die Geschlossenheit der Einheit zu spüren. Singen bringt dich darüber hinaus, darüber hinaus … Wir sind alle gleich, alle gleich, Ausschau haltend um einen Weg zurück zum Ursprung zu finden, zu dem Einen, dem Einzigen .. Beyond.”

Liebe Leser: GLAUBEN WIR DARAN; dass Herzen heilen können. Wenn wir wirklich wollen, können wir uns und andere mit dem" Herzen" heilen. Gedanken und Worte können heilen, wenn sie tief aus dem Herzen kommen-wohlmeinend.

Gedanken werden dann zu starken Heilgedanken, Worte zu Heilgesprächen, Lieder zu Heilliedern und Bildvorstellungen zu Heilbildern.

Es muss nur von Herzen kommen, mit Liebe und Vertrauen in die göttliche Macht. Möge das Vertrauen in diese Herzensmacht bei uns allen stetig wachsen...


Eine Geschichte aus dem Buch: Ein Licht in der Nacht von Alice Gray, Geschichten die trösten

Wenn Christus kommt

Du fährst wie üblich in deinem Auto nach Hause. Deine Gedanken drehen sich um das Fußballspiel, das du dir anschauen willst, oder das Abendessen. Plötzlich hörst du einen Ton, wie du ihn noch nie gehört hast. Dieser Ton ist hoch über dir. Eine Trompete? Ein Chor? Ein Trompetenchor? Du weißt es nicht, aber du willst es wissen. Also fährst du rechts heran, steigst aus und schaust nach oben. Während du das machst, stellst du fest, dass du nicht der einzige Neugierige bist. Der Seitenstreifen ist zu einem Parkplatz geworden. Wagentüren stehen offen, und die Leute gucken nach oben. Aus den Geschäften strömen die Kunden. Das Bambini-Fußballspiel auf der anderen Straßenseite ist angehalten worden. Die kleinen Spieler und ihre Eltern suchen die Wolken ab.

Und was sie sehen, was du siehst, hat keiner je gesehen.

Die Atmosphäre teilt sich, als wäre der Himmel ein Vorhang. Ein gleißendes Licht strahlt auf die Erde herab. Es wirft keine Schatten. Keinen einzigen. Von der Quelle des Lichts sprudelt nun ein Farbenfluss wie Schneekristalle in jeder erdenklichen Farbnuance und in einer Million weiterer, nie gesehener Farben. Mit diesem Fluss strömt eine endlose Schar von Engeln herbei. Sie kommen in rasender Geschwindigkeit durch den Vorhang, bis sie jeden Quadratzentimeter des Himmels bedecken, den Norden, Süden, Osten und Westen. Tausende Silberflügel heben und senken sich im gleichen Rhythmus, und über den Ton der Trompeten hinweg hörst du, wie die Cherubim und Seraphim rufen: Heilig, heilig, heilig.“

Dem letzten Schwung Engel folgen die vierundzwanzig silberbärtigen Ältesten und eine Vielzahl von Seelen, die sich den Engeln im Lobpreis anschließen. Jetzt hört die Bewegung auf und die Trompeten schweigen, so dass nur noch das triumphierende: „Heilig, heilig, heilig“ zu hören ist.

Zwischen jedem Wort schwingt tiefe Ehrfurcht mit.

Du hörst wie auch deine Stimme sich diesem Refrain anschließt. Du weißt nicht, warum du diese Worte sagst, aber du weißt, dass du keine andere Wahl hast.

Plötzlich verstummen die Himmel. Alles ist still. Die Engel wenden sich um, du wendest dich um, die ganze Welt dreht sich um—und da ist er. Jesus. Durch Lichtstrahlen hindurch siehst du den Umriss des Königs Christus. Er reitet auf einem herrlichen Hengst, und der Hengst thront auf einer riesigen Wolke.

Jesus öffnet den Mund, und was er sagt, umgibt dich von allen Seiten: „ Ich bin das Alpha und das Omega. „

Die Engel neigen ihre Köpfe. Die ältesten nehmen ihre Kronen ab. Und vor dir siehst du diese Gestalt, die alles andere verdrängt.

Und dir ist klar: Alles andere ist unwichtig.

Vergiss die Börsenberichte und Elternabende. Verkaufsbesprechungen und Fußballspiele. Nichts davon hat Bedeutung. Alles; was einmal wichtig war, ist jetzt nicht mehr wichtig, denn Christus ist gekommen… Max Lucado

JENSEITS VON RICHTIG UND FALSCH LIEGT EIN GARTEN: DA WERDE ICH DIR BEGEGNEN........